Selbstgemachte Hühnersuppe

Selbstgemachte Hühnersuppe
22. Nov 2017
Selbstgemachte Hühnersuppe

So ein nassgraues November-Schmuddelwetter, wie wir es in den letzten Tagen hatten, sorgt ja schnell einmal für kalte Füße, leichtes Frösteln oder einen kratzenden Hals. Was kann es da Besseres geben, als eine selbstgemachte, wärmende Hühnersuppe, gekocht mit viel Gemüse und ein bisschen Ingwer?

Es ist das Hausmittel bei Erkältungen schlechthin. Seit Jahrhunderten gilt: Sobald die Nase zu laufen beginnt oder der Hals kratzt, ist eine heiße Hühnersuppe Mittel der Wahl. Dass das nicht nur gute alte Tradition oder Aberglaube ist, sondern tatsächlich wirksam gegen die sogenannten Erkrankungen der oberen Atemwege hilft, konnte mittlerweile auch die Wissenschaft bestätigen.

Eine selbstgemachte Hühnersuppe schmeckt natürlich auch ohne Schnupfen und Husten. Und das Tolle ist, dass man damit alle Teile des Hendls bestens verwerten kann.

Selbstgemachte Hühnersuppe

Für mich kommt beim Kauf von Hühnerfleisch eigentlich nur mehr Bio in Frage. Das ist aus gutem Grund etwas teurer. Oft kaufen wir aber ein ganzes Hendl, lösen Brust und manchmal auch Keulen heraus und machen daraus etwas anderes Feines. Der Rest kommt in die Suppe. Am Ende ist das Geld gut investiert, wenn man bedenkt, wie viele Mahlzeiten man daraus zaubern kann.

Gut verwerten kann man in der Suppe auch nicht so beliebte Teile wie den Hühnerrücken. Der wird oft günstig in Bio-Läden angeboten. Im Sommer bekamen wir vom Hühnerbauern am Markt sogar einen Hühnerrücken gratis dazu. Er überdauerte den Sommer in unserem Tiefkühlschrank und wird jetzt in der kalten Jahreszeit zu einer feinen Suppe verarbeitet.

Apropos einfrieren: Die Suppe schmeckt natürlich am besten ganz frisch. Ich fülle aber auch immer ein paar Portionen in Plastikgeschirr und friere sie ein. Bis es mich mal wieder fröstelt an einem dieser nassgrauen Tage und mein Körper ein bisschen Wärme von innen braucht.

Selbstgemachte Hühnersuppe

Selbstgemachte Hühnersuppe

Zutaten

Zutaten für ca. 2 Liter Suppe:

  • ca. 700 g Gemüse: Karotten, Sellerie, Lauch, ev. Petersilienwurzel, Strunk vom Brokkoli, etc.
  • 1 kg Karkasse vom Huhn (ohne Brust und Keulen) oder Hühnerrücken
  • 1 walnussgroßes Stück frischer Ingwer
  • ein Bund frischer Liebstöckel oder Petersilie
  • Salz

Zubereitung

Das Gemüse waschen. Die Karotten und den Sellerie schälen und in sehr grobe Stücke schneiden. Den Lauch ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Ebenso mit optionalen anderen Gemüsesorten verfahren. Den Ingwer schälen. Den Liebstöckel kurz abbrausen.

Die Hühnerkarkasse bzw. die Hühnerteile abspülen und in einen großen Topf geben. Das Gemüse, den Ingwer und den Liebstöckel rundherum verteilen und ca. 2 Liter kaltem Wasser aufgießen. Wer die Suppe etwas kräftiger im Geschmack möchte, nimmt etwas weniger Wasser. Das Hendl sollte aber mit Wasser bedeckt sein.

Nun die Suppe zum Kochen bringen. Sobald sie zu blubbern anfängt, die Hitze reduzieren. Sie sollte bei geschlossenem Deckel maximal ganz leicht köcheln, am besten nur ziehen, sonst wird die Suppe trüb. Sollte zu Beginn viel Schaum entstehen, mit einem Kochlöffel abschöpfen.

Nach 1,5 bis 2 Stunden ist die Suppe fertig. Das Huhn aus der Suppe nehmen und das Fleisch herauslösen. Die Karotten ebenfalls aus der Suppe nehmen und beiseitestellen. Die Suppe mit dem restlichen Gemüse durch ein feines Sieb in einen anderen Topf gießen und mit Salz abschmecken.

Als Einlage könnt ihr das Fleisch, die mitgegarten Karotten, anderes kleingeschnittenes Gemüse und nach Belieben Suppen- oder Reisnudeln verwenden.

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